So könnte eine Beratung bei mir aussehen
So könnte eine Beratung bei mir aussehen
Das folgende Beispiel basiert auf einem typischen Beratungsgespräch. Die Situation ist fiktiv, orientiert sich aber an realen Fragen und Abläufen.
Ein Kunde meldet sich bei mir.
Er fährt aktuell einen VW Golf und möchte auf ein Elektroauto umsteigen.
Seine Eckdaten:
Budget: 32.000 €
ca. 20.000 km pro Jahr
täglich 120 km Arbeitsweg
Wallbox zu Hause vorhanden
zwei bis drei Urlaubsfahrten pro Jahr
möglichst geringe Betriebskosten
Gebrauchtwagen sind ausdrücklich willkommen
Viele würden jetzt sofort ein Auto empfehlen.
Ich nicht.
Ich frage zum Beispiel:
Sind die 120 km pro Strecke oder insgesamt?
Wie oft fahren Sie in den Urlaub?
Wie lange machen Sie dort ohnehin Pause?
Können Sie zu Hause laden?
Gibt es später vielleicht eine Photovoltaikanlage?
Welche Fahrzeuggröße wünschen Sie?
Was fahren Sie aktuell?
Denn erst wenn ich das Fahrprofil kenne, kann ich überhaupt seriös beraten.
Nach dem Gespräch kommen für diesen Kunden mehrere Fahrzeuge infrage.
Zum Beispiel:
Tesla Model 3
VW ID.3
Kia EV4
Leapmotor B05
Da der Kunde keine höhere Sitzposition benötigt, sondern eher Effizienz möchte, fallen SUV-Modelle zunächst heraus.
Obwohl der Kunde bereits mit einem Tesla liebäugelt, empfehle ich zunächst eine Probefahrt mit einem VW ID.3.
Warum?
Ganz einfach.
Wer nur ein Auto fährt, weiß oft gar nicht, ob es wirklich gut ist.
Erst der direkte Vergleich zeigt die Unterschiede.
Während der Probefahrt interessiert mich nicht nur, wie das Auto fährt.
Mich interessiert auch die Reaktion des Kunden.
Wie kommt er mit der Bedienung zurecht?
Wie gefällt ihm die Rekuperation?
Wie intuitiv empfindet er die Assistenzsysteme?
Wie fühlt sich das Fahrzeug an?
Nach der Fahrt lautet sein Fazit:
"Er fährt angenehm und komfortabel. Aber irgendwie hat es nicht richtig Klick gemacht."
Ein völlig legitimes Ergebnis.
Da Tesla auch sonntags Probefahrten ermöglicht, treffen wir uns direkt am Tesla Center.
Das Gebäude ist geschlossen.
Viele Kunden fragen jetzt:
"Wie kommen wir denn überhaupt ins Auto?"
Ich erkläre kurz die Tesla-App.
Der Kunde tippt auf „Model 3 finden“.
Das Fahrzeug hupt kurz.
Die Spiegel klappen aus.
Das Smartphone ist für die Dauer der Probefahrt bereits der Fahrzeugschlüssel.
Allein dieser Moment sorgt häufig schon für das erste Aha-Erlebnis.
Nach wenigen Minuten fällt dem Kunden etwas auf.
Er benutzt die Bremse kaum noch.
Das sogenannte One-Pedal-Driving funktioniert erstaunlich schnell intuitiv.
Ich erkläre ihm, warum Tesla-Bremsen deshalb häufiger Flugrost ansetzen und wie man das im Alltag vermeiden kann.
Vor jeder Probefahrt setzen wir den Durchschnittsverbrauch zurück.
Nach einigen Kilometern vergleichen wir beide Fahrzeuge.
Der Kunde erkennt selbst, dass ein Tesla trotz deutlich höherer Leistung keineswegs mehr Energie verbrauchen muss.
Ein wichtiger Aha-Moment.
Anschließend fahren wir gemeinsam zu einem Tesla-Supercharger.
Ich erkläre bewusst möglichst wenig.
Der Kunde soll selbst erleben, wie einfach der Ladevorgang funktioniert.
Er nimmt den Stecker in die Hand.
"Wie öffne ich denn jetzt die Ladeklappe?"
Ich antworte:
"Drücken Sie einfach den Knopf am Ladestecker."
Die Ladeklappe öffnet sich automatisch.
Nach dem Einstecken blinkt das Tesla-"T" zunächst blau.
Ich erkläre:
"Der Supercharger spricht gerade mit Ihrem Auto. Er prüft sozusagen dessen Personalausweis."
Kurz darauf wechselt die Anzeige auf Grün.
Der Ladevorgang startet automatisch.
Keine Ladekarte.
Keine App.
Keine Authentifizierung.
Der Kunde sagt anschließend:
"Genau so habe ich mir Elektromobilität eigentlich vorgestellt."
Während das Fahrzeug lädt, zeige ich dem Kunden einige versteckte Funktionen.
Zum Beispiel Spiele oder kleine Gimmicks wie das bekannte "Furzkissen".
Braucht man das?
Natürlich nicht.
Lockert es die Stimmung auf?
Absolut.
Denn Elektromobilität besteht nicht nur aus Reichweite und Ladeleistung.
Nach beiden Probefahrten frage ich den Kunden nicht:
"Welches Auto möchten Sie kaufen?"
Ich frage:
"Welches Auto hat sich für Sie richtiger angefühlt?"
In diesem Beispiel entscheidet sich der Kunde selbst für ein Tesla Model 3 Long Range Heckantrieb.
Nicht, weil ich ihn dazu überredet habe.
Sondern weil das Fahrzeug am besten zu seinem persönlichen Fahrprofil passt.
Jetzt suchen wir gezielt nach passenden Fahrzeugen.
Nicht nach dem billigsten.
Sondern nach dem besten Gesamtpaket.
Zum Beispiel:
Budget bis 32.000 €
Akku über 70 kWh
unter 400 PS
möglichst Long Range Heckantrieb
Ist ein passendes Fahrzeug gefunden, folgt der nächste Schritt.
Der Akkutest.
Denn ein Akkutest macht erst Sinn, wenn wirklich ein konkreter Kaufkandidat gefunden wurde.
Viele Fragen entstehen erst in den ersten Tagen.
Warum lädt das Auto heute langsamer?
Warum rekuperiert es im Winter weniger?
Ist dieses Geräusch normal?
Deshalb können meine Kunden mich in den ersten zwei Wochen nach dem Kauf jederzeit kontaktieren.
Denn mein Ziel ist nicht, möglichst viele Autos zu verkaufen.
Mein Ziel ist, dass Sie mit Ihrem ersten Elektroauto wirklich zufrieden sind.
Ich begleite Sie unabhängig auf dem Weg zu Ihrem ersten Elektroauto.
Nicht als Verkäufer.
Nicht im Auftrag eines Herstellers.
Sondern als neutraler Begleiter, der Ihnen hilft, das Fahrzeug zu finden, das wirklich zu Ihrem Alltag passt.